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01 Feb

Free Drummond

Veröffentlicht von Chase Down-Blog

In der heutigen pluralistischen Gesellschaft gibt es viele verschiedene Gruppen.

Und alle diese wollen ihre Interessen möglichst durchsetzen. Parteien etwa wollen die Steuergelder herabsetzen. Green-Peace dem Walfang Einhalt gebieten. Bürgerinitiativen wollen Stuttgart 21 verhindern. Eine Gruppe jedoch, hat sich in letzter Zeit besonders stark herauskristalisiert und diese Gruppe lässt mit einem einfachen Slogan seine Forderung verlauten. #freedrummond.

Nicht nur Anhänger der Pistons, Fans von überall üben Druck auf Lawrence Frank aus, der bisher den zweifellos talentieren Jungspund nur 21 Minuten pro Abend auf das Hardwood schickt. Wozu ist der Knabe im Stande und was kann man sich als Zuschauer erhoffen, wenn es Drummond öfter auf dem Parkett zu bestaunen gibt? Im Vorfeld des Drafts, war man sich im Lager der Experten nicht ganz einig. Manche gingen von einem Durchmarsch aus, den der Ex-Huskies bestreiten sollte. Einige schwankten, hatte Drummond doch ein großes Bus-Potential. Ein typischer Boom or Bust Player eben.

Und einige wiederum, hatten Drummond komplett abgeschrieben, haufenweise Kolumnen wurden verfasst, in denen jeder einzelne Fehler und jede noch so kleine Schwäche in seinem Spiel dargelegt wurde. Das Drummond in diesem Fall Unrecht getan wurde und er ( bisher ) alles andere als ein Bust ist, dass denke ich werden wir alle einsehen. Die Pistons hatten den richtigen Riecher und griffen tatsächlich an neunter Stelle zu und was sie bekamen war ein Spieler der in seiner College Karriere 10 Punkte und fast 8 Rebounds auflegte. Ein Andre Drummond mit Höhen und Tiefen, mit 22-15 Spielen, aber auch mit 2 Punkten im letzten NCAA- Tournament Spiel.

Drummond also eine Wundertüte? Nach bisher 45 Spielen, die der junge Piston bisher bestritt kann man sein Skillset eindeutig definieren.

Der 2,11m Koloss ist kein Spieler dem man den Ball im Lowpost gibt und machen lässt. Trotz teilweise physischer Überlegenheit ( 126 kg ) , schafft er es aufgrund mieser Fußarbeit und dem gänzlichen Fehlen irgendeines Post-Moves , diese auszuspielen. Sein Wurf ist ein Desaster ( eFG% 19 % aus 3-9 Feet, die anderen Werte enthalte ich aus Höflichkeit an dieser Stelle vor ). Wie kann er trotzdessen so effizient agieren und in knapp 20 Minuten 8 Punkte und knapp 8 Rebounds produzieren. Durch seine enormen atlethischen Fähigkeiten, Drummond weißt eine maximale Vertikal Leap von 33,5 auf ( Dwight Howard 35 ), lange Arme ( 7'6,25'', also länger als Howard`s ) und Stärke schafft es Drummond sich gegen fast jeden NBA Hühnen am offensiven Brett durchzusetzen und so Rebounds in Punkte umzuwandeln ( 3 OR pro Spiel ). Desweiteren kann man Drummond ohne Probleme per Lob anspielen ( die Celtics wissen wovon ich rede ). Seine minimal geringe Usage rate resultiert daraus, das Drummond nur per Lob oder nach Offensiv Rebounds gefährlich ist. Seine Qualitäten, durch die er sich definiert liegen jedoch besonders in der Defense. Dort zeichnet sich der 19-Jährige durch große Leistungsbereitschaft, schnelle Füße, ein gutes Verständnis für Team-Defense, Agressivität bei der Reboundarbeit und ein gutes Timing beim Blocken ( auf 40 Minuten blockt er 3,3 Würfe, Ibaka hat ähnliche Werte ). Mit Guards kann er teilweise sogar durch seine schnellen Füße mithalten. Drummond hat also, besonders in der Defense großes Potential.

Wir wissen nun wo Drummonds Stärken und Schwächen liegen und wollen nun erörtern inwiefern die #freedrumond Iniatiative gerechtfertigt ist.

Man kann hier zwei verschiedene Szenarien durchspielen. Szenario 1, man will Drummond als Spieler reifen lassen, sein offensives Spiel reifen lassen und ihn in der Defense Erfahrungen sammeln lassen. Hier liegt die Lösung auf der Hand. Dann sollte Drummond tatsächlich mehr, deutlich mehr, Spielzeit bekommen. Man kann ihn entweder neben Monroe und Knight als Grundbaustein eines Rebuild heranwachsen lassen, oder man kann ihn auf dem Trade Market, wegen seines hohen Grades an Beliebtheit, verhökern. Spielt man ein anderes Szenario durch, dann ist die Antwort komplexer.

Will man als Team, dass sich im Niemansland der Association befindet, Spiele gewinnen so muss man hier anders an die Sache rangehen. Wenn die Pistons gewinnen, so wie es in der bisherigen Saison 17 Mal der Fall war, dann spielte Monroe 31 Minuten und legte in dieser Zeit 16 Punkte auf. Drummond wiederum legte 6 Punkte in 19,8 Minuten auf. Rechnet man diese Werte auf 40 Minuten hoch so kommt Monroe auf 20 Punkte und Drummond auf etwas 12. Vergleicht man diese Werte nun mit den Werten die beide bei Spieler bei Spielen auflegen, bei denen die Pistons mit hängendem Kopf, als Verlierer in die Umkleide gegangen sind, dann wird deutlich, dass Drummond deutlich effektiver ist, wenn die Pistons verlieren ( auf 40 Minuten; Drummond : 20 Punkte und Monroe 14 Punkte ). Das hängt damit zusammen, dass Drummonds Spielweise darauf beruht, Offensiv Rebounds zu holen. Diese sind zu genüge vorhanden, wenn seine Kollegen schlecht aus dem Feld werfen.

Interessant wird es, wenn man sich die Minuten anschaut, in denen Drummond und Monroe gleichzeitig auf dem Feld sind. In diesen ca. 7 Minuten schießt Drummond so viel wie sonst nie aus der Mitteldistanz, weil er gezwungen ist auszuweichen, da Monroe am Korb agiert. Jedoch schafft er es durch seine Agilität trotzdessen das er weiter draußen agieren muss, äußerst stark zu rebounden.

Ich komme nun zu einem Fazit, dass man mit Statistiken schwer belegen lässt und dass die #freedrummond Bewegung unterstütz. Aufgrund dessen, dass Drummonds Spielweise eher passiv ist und er auch gemeinsam mit Monroe außerordentlich gut reboundet, sowohl offensiv als auch defensiv, kann er mehr Minuten insgesamt und folglich auch mit Monroe zusammen spielen, da die Effizienz von Monroe hochgeht und Drummond sich weiter auf seine Rebounds konzentrieren kann. Verbessert er seinen Mid-Range Jumper noch, so wird Drumonroe zu einer tödlichen Kombi. Die Defensive hält mit den beiden bombenfest! Also, löst die Ketten die Drummond zurückhalten und schickt ihn aufs Parkett, gerne auch mit Monroe zusammen!

Free Drummond
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