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24 Jan

Wodka in den Venen

Veröffentlicht von Bunkashoka

Die Timberwolves haben einiges nicht. Einen fähigen General Manager. Schönes Wetter in der Stadt. Eine Historie voller glänzender Saisons, geschweige denn zahlreiche Championship Titel. Was sie aber definitiv haben, dass sind genug Guards. Während Ricky Rubio`s Verletzung war man darüber besonders froh. Besonders ein Spieler stach in dieser Zeit heraus, der eine, kleinere russische Import. Alexey Shved. Doch was steckt hinter dem Mann, der trotz seiner schmächtigen Statur, so erzählen es sich Legenden, mit einem Bären gekämpft haben soll?!

Stats erfassen nicht die komplette Facette eines Spielers oder eines Teams, besonders bei einem so komplexen Sport wie Basketball. Das wissen wir schon seit längerem, besonders deutlich wird das in Alexey Shved`s Fall. Was ich damit meine wird deutlich wenn ihr eure müden Augen von dem Artikel, nach dem Lesen, abwendet und über das Geschriebene nachdenkt.

Das Shved eine recht illustre Euro-League Karriere hinter sich hat, dürfte für keinen von euch eine bahnbrechende Neuigkeit sein. Wenn man sich nun mal seine Euro-League Stats zu Gemüte führt, dann wird man daraus nicht wirklich schlau. Ist Shved nun ein potenter Scorer oder ist er einfach nur ein Floor General? In der Euroleague überzeugte Shved besonders in der vergangen Saison. Er legte 10 Punkte, knapp 4 Assis, sowie mehr als 2 Rebounds auf, das Ganze bei starken Quoten aus dem Feld ( 48 % ), von der Freiwurf-Linie ( 83 % ), sowie aus der Distanz ( 49 % ). Problem bei der ganzen Sache, die Stats sind aus zweierlei Gründen nicht gerade aussagekräftig. Shveds vorige Saison waren nicht gerade aufschlussreich, da er nur wenige bis gar keine Spiele absolvierte und so Zahlen wie 60 % von der Dreierlinie bei rauskommen. Andererseits war Shved nie primärer Ballhandler bei Moskau, höchstens zweite Option. Und natürlich kann man Assists in der Euroleague nicht mit den Assists in der NBA vergleichen, da gelten beim Scouting andere Parameter. Was also lässt sich aussagen über Shved`s Skillset.

Wer die Partien Wolves, trotz der Abstinenz Rubios verfolgt hat, der dachte oft darüber nach, ob Rubio sich nicht einfach in den russischen schmächtigen Körper gezwängt hat und den Point Guard gibt. Das trifft zumindest in puncto Assits zu, dennoch lässt sich Shved am ehesten mit Dragic´s Spiel vergleichen, nunja ein bisschen zumindest.

Als erstes fällt natürlich auf, dass Shved ein schlauer Spieler ist, der seinen Mitspielern den einfach Schuss oder eine gute Position unter dem Korb vorbereitet und den einfachen Pass vorzugsweise spielt. Davon profitieren vor allem Schützen, die im Rhythmus getroffen werden und dem entsprechend locker vollstrecken können, genauso verhält es sich mit den großen Jungs unterm Korb, die einfache Bunnys verwandeln können. Seine knapp 5 Assistenten führen vorzugsweise zu Schüssen direkt am Ring oder aus der Mitteldistanz. Wer gedacht hat, dass Shved nur den einfach Pass sieht und spielt, der ist auf dem Holzweg. Seine Spielintelligenz und Court Vision macht es ihm möglich auch schwierige, kreative Pässe und Lob Pässe zu sehen und zu spielen. Weil er jedoch dazu tendiert auch den risikoreichen Pass zu spielen, fällt seine Assist Turnover Rate mit 1.95 ausbaufähig aus.

Alexey Shved kommt mit gutem Ballhandling an so manchem Spieler vorbei. Seine Atlehtik ist der eines Ricky Rubios sehr ähnlich ( vert ca. 37 cm ), mit Finesse beim Abschluss direkt am Ring bringt er es auf ordentliche 40 % direkt am Ring. Was er bei Abschlüssen mit beiden Händen und Floatern hat, das fehlt ihm an Atlethik, Stärke und Stabilität im Körper. Shved tendiert dazu, zu überzeugt von seinem Wurf aus dem Dribbling zu sein. Daher eine magere Quote von 14 % bzw 33 % Prozent aus der nahen und entfernteren Mitteldistanz. Wenn Shved seinen Rhytmus hat kann er sie durchaus treffen, jedoch fehlt ihm hier die Konstanz eine wirkliche Gefahr aus der Mitteldistanz darzustellen. Seine wahrscheinlich interessanteste Facette ist der Dreier, denn er sowohl als Spot Up als auch aus dem Dribbling gut trifft. Seine 31 % täuschen ein wenig darüber hinweg ( eFG& 47 %). Den Dreier und den Wurf aus der Mitteldistanz kann er also für sich durchaus kreieren, genauso für seine Mitspieler.

Sein schmaler Körper wird ihm in der Defense zum Verhängnis. Viele seiner Gegenspieler posten ihn auf, gehen knallhart an ihm vorbei oder er wird durch viele Blocks hintereinander geschickt.

Sein Rebounding ist nicht außergewöhnlich, aber auch keine Schwäche in seinem Spiel ( fast 3 Rebounds pro Spiel ).

Wir stellen fest, Shved ist also durchaus potentes Guard Material von der Bank. Er hat hin und wieder Scoring und Assists Breakout Spiele, geht teilweise jedoch auch komplett unter. Als Mann hinter Rubio taugt er also definitiv was, besonders im Zusammenspiel mit Kirilenko. Neben seinem Dreier, darf man genauso seine Qualität beim Passen ihm nicht absprechen, in fast allen anderen Kategorien besteht noch Luft nach oben.

Wodka in den Venen
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Gerti 01/24/2013 22:33

Bin über Facebook hierher gekommen. Der Artikel gefällt mir. Bookmarked.

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